Reisevorbereitungen

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Drei Mitglieder der Partnerschaftsgruppe Tansania unserer Gemeinde werden im September für 10 Tage unsere Partnergemeinde Mawanjeni am Fuße des Kilimanjaro besuchen.


Von Irene lernten wir z.B., dass man auf jeden Fall angebotenes Essen wenigstens probieren muss, dass man nicht unangenehm berührt sein soll, wenn Kinder Nicht-Einheimische mit „Fremder, Fremder“ auf der Straße anrufen, weil sie gelernt haben, dass die meistens Süßigkeiten dabei haben , dass Leute gefragt werden möchten, bevor sie etwas erzählen, dann aber auch erwarten, dass man von sich selbst auch berichtet und… und …. und. Sogar ein paar Worte Kisuaheli hat sie den Mitgliedern der Partnerschaftsgruppe beigebracht.

Bei der März-Zusammenkunft der Partnerschaftsgruppe bei Familie Görner wurden dementsprechend Pläne geschmiedet. Mit guten Ratschlägen standen Silke Leng von der Ökumenischen Arbeitsstelle Altholstein und Irene Sisty Marenge aus Moshi zur Seite.Irene ist eine der ersten beiden „Weltwärts“-Freiwilligen aus dem Kirchenkreis Moshi, die ein FSJ-Jahr bei uns ableisten. Sie wird während ihres Aufenthaltes bis November 2015 von Frau Leng betreut.

Wer übrigens in der Partnerschaftsgruppe mitarbeiten möchte (der Aufwand ist mit 4 – 5 zweistündigen Treffen pro Jahr nicht groß!) ist herzlich willkommen. Den jeweils nächsten Termin erfahren Sie im Kirchenbüro.

Udo Schultz


Besuch aus Tansania - September 2014

Am 4. September  2014 konnten wir bei einem gemeinsamen Frühstück im Gemeinderaum der Erlöserkirche District Sekretary Loveland Makundi aus Tansania begrüßen. Loveland war schon einige Male in unserer Gemeinde, und er betonte auch diesmal mehrfach, wie "zuhause" er sich bei uns fühle.


Im Jahre 2010 war er es, der unsere Partnergemeinde Mawanjeni für uns ausgewählt hat. Er überbrachte nicht nur Gastgeschenke, sondern aúch ganz herzliche Grüße vom Bischof, dem Pastor, der Partnerschaftsgruppe und den Gemeindegliedern und er bat, diese Grüße an unsere Gemeindeglieder weiterzugeben.

Die Pastoren und Mitglieder aus unserer Gemeinde nutzten die Gelegenheit, Informationen auszutauschen, Fragen zu stellen und mögliche Aktionen zu planen. So wurde z.B. angedacht, in der Kinderkirche Mawanjeni vorzustellen und Geld zu sammeln, das den Kindern in Mawanjeni für eine Mahlzeit nach der Sonntagskirche (dem dortigen Kindergottesdienst)  zur Verfügung gestellt werden könnte.

Möglich wäre auch das Einüben eines (deutschen) Chorals. Die Melodie dürfte drüben bekannt sein. Im  Gegenzug könnten die Kinder der Kinderkirche den gleichen Choral in Suaheli einüben.  Udo Schultz wird sich mit Mawanjeni wegen des weiteren Vorgehens in Verbindung setzen.


Post aus Mawanjeni

Wir haben Post aus Mawanjeni bekommen. Hier die Übersetzung des Briefes:
3. Juli 2014

Lieber Udo Schultz,

liebe Mitglieder des Kirchengemeinderates und liebe Gemeindemitglieder,
Seid gegrüßt!
Schweigen bedeutet nicht Vernachlässigung, nein! Wir waren lange nicht mit euch in Kontakt, und ihr wart so ehrlich (gemeint ist wahrscheinlich „nett“), uns zu schreiben und wolltet Antwort von uns haben. Lieber Freund, wir hatten unser letztes Treffen in diesem Jahr in Februar 2014 und sind durch alles gegangen, was ihr uns gefragt habt. Wir sind überein gekommen zu warten, um dann, wenn wir schreiben, euch lebendige und belastbare Informationen geben zu können, die euch ein korrektes Bild geben, wie es unseren Menschen geht, und positive und negative Punkte aus unserer Gemeinde erfahren.
Während ich dieses schreibe, haben wir eure E-Mail vom 6. April 2014 erhalten. Bis dahin habt ihr uns eine Menge Fragen gestellt und um ein paar Antworten gebeten. Lasst uns die sehr greifbaren Themen beantworten:
Das Klima und die Ernte des letzten Jahres bis Anfang 2014.
Die Situation war nicht sehr schlecht; wir konnten wenig ernten. Das habt ihr sicherlich aus den Medien erfahren. In diesem Jahr sehen die Bauernhöfe sehr gut aus, und viele werden ernten können. Einige haben bereits begonnen, Mais, Sonnenblumen (für die Ölproduktion) und Erdnüsse zu ernten. Ende Juli/Anfang August wird die Ernährung reichlich sein.
Das Pflanzen eines Baumes in Wittenberg zur Erinnerung an 500 Jahre Reformation.
Lieber Freund, unser Leiter des Distrikts Ost versammelte alle Gemeinden, die eine Partnerschaft mit dem Distrikt Kiel haben, um das gemeinsam zu tun, und wir haben unseren Anteil für die Pflanzung des Baumes gezahlt. Pastor Lord Macha aus Mrimbo Kirimeni war, wie ihr erwähnt habt, unter den Delegierten, die sich in Wittenberg zu diesem Zweck trafen. Eure Idee war also gut, und wir waren zusammen als Gruppe. Wir haben eine Menge Bäume in unserem Bereich gepflanzt und sie machen sich alle gut. Wenn das Wetter nicht schlecht wird, sind sie vielversprechend.
Liebe Freunde, es gab einige kleine Fehler in unserer E-Mail-Verbindung, und als sie wieder funktionierte, fanden wir einige eurer E-Mails , die vor langer Zeit geschickt wurden. Entschuldigung dafür, aber nun ist alles in Ordnung. Unser Ziel ist es, oft mit euch Kontakt zu haben und wenn ihr uns schreibt. Wir lieben euch, und all die Bilder die ihr uns schickt, lassen uns eure lebhaften Gesichter erkennen, die eure innere Realität widerspiegeln.
Das Gebet (wohl Weltgebetswoche) in der ersten Woche des März wurde feierlich begangen. Die Frauen bereiten diesen Tag in der ganzen Diözese wirklich gut vor. Unsere Gemeinde war gut organisiert und in jedem Jahr muss ich zu jeder Predigtstelle (Karango, Mawanjeni und Riatha), um gemeinsam mit ihnen zu beten. An unserem Partnerschaftstag zu Ostern haben wir erinnert und wir beteten für das Wohlergehen unserer Partnerschaft. Wir hoffen alle, dass in der vor uns liegenden Zeit die Früchte der Partnerschaft sowohl spirituell als auch physikalisch sichtbar werden.
Was wichtige Ereignisse angeht, die am 24. Dezember 2014 in unserer Gemeinde stattfinden, davon gibt es zwei.
Am 24. Dezember wird unser Bischof der nördlichen Diözese, Dr. Martin F. Shao, von 7:00 Uhr bis 8:00 Uhr endlich offiziell das Büro in Mawanjeni einweihen und dann nach Karango gehen, um die dortige Kirche einzuweihen. Jeder ist so fleißig, nur die Zeit ist so knapp. Unser Ziel für den Tag war, alle vier Treffpunkte zu besuchen. In Riatha sollte das Büro eingeweiht werden und in Shichaunyi sollte der Grundstein für die neue Kirche gelegt werden, aber wir mussten feststellen, dass das zu viel war. Wir haben viel zu tun, aber alles sieht vielversprechend aus. Wie sehr wünschten wir, dass ihr an diesem Tage hier sein könntet.
Unser Ziel, einen Kindergarten zu bekommen, ist eine wichtige Angelegenheit. Eine solche Grundlage für unsere Kinder ist notwendig. Wir bereiten eine Kostenkalkulation vor.
Liebe Freunde, danke für heute. Bitte gebt unsere herzlichen Grüße an alle weiter.
Bitte nehmt dieses kleine Geschenk der Gemeinde Mawanjeni,
wir lieben euch.
Viele Grüße
Pastor Dani D. Urio


Dia-Vortrag über unsere Partnergemeinde

Mawanjeni hautnah
Mit einem „Karibu Sana“ (Herzlich Willkommen) begrüßte Inga Martensen am Sonntag, den 6. April, ihr Publikum im Gemeindehaus der St. Gabriel-Kirche zu ihrem Lichtbildervortrag. Sie berichtete über ihre Reise im Oktober 2013 mit der Kilimanjaro-Partnerschaftsgruppe Altholstein nach Tansania und ihren  anschließenden Besuch bei unserer Partnergemeinde Mawanjeni.

Es war faszinierend, ihr zuzuhören, als sie von dem wundervollen Empfang bei dort berichtete. Pastor Dani D. Urio meinte, es sei, als wäre Claus Harms selbst zu Besuch gekommen.  Begleitet wurde sie von Loveland Makundi, der in unserer Gemeinde ja fast schon ein „alter Bekannter“ ist und der seinerzeit die Partnerschaft vermittelt hat. Natürlich durfte sie sich ins Gästebuch der Gemeinde eintragen, und ihr wurde die Kirche und das neue Büro- und Versammlungsgebäude gezeigt, das dank einer Solaranlage auf dem Dach sogar über elektrischen Strom verfügt.

Als „Glockenturm“ dient ein Baum, an dem eine alte Radfelge hängt.

Besonders stolz war Pastor Urio auf die großen Säcke voller Mais – Spenden der Gemeindeglieder zur Finanzierung der endgültigen Fertigstellung des Baues.

Sein nächster großer Wunsch wäre es, einen Kindergarten für seine Gemeinde bauen zu können.
Die Tansania-Partnerschaftsgruppe unserer Gemeinde hatte bei dem Vortrag einen Info-Tisch mit Informationsblättern, Kunstgewerbeartikeln aus Mawanjeni und DVDs des Benefizkonzertes der „Rainbow Singers“ aufgebaut.

Als Gastgeschenk unserer Partner brachte Inga Martensen einen Briefumschlag mit verschiedenen Samen (Mais, Bohnen, Hirse, Sonnenblumen und Erdnüsse) für unsere Gemeinde mit. Die sind inzwischen in Anzuchttöpfen verteilt und werden, wenn sie groß genug sind, zugunsten von Mawanjenis in unserer Gemeinde angeboten werden.


Saat Anfang Mai 2014

Am 27.05.2014, dem Tag des 30-jährigen Jubiläums der Claus-Harms-Kirche, wurde von Pastorin Charlotte Hartwig und Udo Schultz von der Tansania-Partnerschaftsgruppe unserer
Gemeinde unter den wachsamen Augen der Kita-Kinder das erste "Mawanjeni-Beet" vor der Kirche angelegt: Zwei Sonnenblumen, zwei Maispflanzen, eine Bohnenpflanze und etwas Hirse. 
Von ihrem Besuch in unserer Partnergemeinde Mawanjeni im Oktober letzten Jahres hatte Inga Martensen uns als Gastgeschenk ein Tütchen mit gemischten Samen überbracht. Inzwischen hat die Partnerschaft "sichtbare Früchte" getragen!


Bericht 2013

Eine durch ausbleibenden Regen ausgelöste Missernte und Hungersnot in der gesamten Region und auch in unserer Partnergemeinde war Anlass genug, in unserer Gemeinde Spenden für Nahrungsmittel zu sammeln.
Insgesamt 1.200 EUR konnten überwiesen werden. Dafür erhielten 50 Familien jeweils 20 kg Mais, 5 kg Bohnen, 3 Liter Öl und 1 kg Zucker.

Der Gospelchor der Claus-Harms-Gemeinde, die „Rainbow Singers“, veranstaltete am 5.5.2012 ein Benefizkonzert, das zusammen mit einer Spende des Ehepaarkreises weitere 1.000 EUR erbrachte. Da sich inzwischen die Ernährungssituation durch einsetzenden Regen entspannt hatte, wurde dieser Betrag – dem Wunsch der Partner entsprechend – zum Weiterbau eines Versammlungshauses mit Büro für den Pastor eingesetzt. Das bisherige Büro war ein nicht mehr zeitgemäßes Provisorium.

Großer Schritt in die Zukunft für Mawanjeni
Über wichtige Fortschritte in unserer Partnergemeinde berichtete Pastor Dani D. Urio uns Anfang Juni 2013. An vorderster Stelle steht wohl, dass die Gemeinde nicht länger darauf warten wollte, dass die Tansanische Elektrizitätsgesellschaft sie mit Strom versorgt, und zur Selbsthilfe gegriffen hat. Ein Teil des Geldes, das für den Fertigbau des Büros vorgesehen war, wurde investiert, um eine Solaranlage zu beschaffen (ca. 1.700 EUR). Nun haben die Kirche und das Büro elektrisches Licht und die Nachbarn können im Büro ihre Telefone aufladen. Manche mussten vorher weite Wege zurücklegen, um diesen Service zu erreichen. Das Bauvorhaben wurde dafür entsprechend gestreckt.
Da nun Strom vorhanden ist, will die Gemeinde sich einen eigenen Computer zulegen.

Anfang des Jahres wurden Mais, Sonnenblumen und Bohnen geerntet, die im Oktober ausgesät worden waren. Im Gegensatz zu vielen anderen Gegenden sieht die Ernte auch jetzt vielversprechend aus. 
Die drei Predigtstellen neben der Hauptgemeinde Mawanjeni, nämlich Karango,  Riata und Shichauni, wurden von Pastor Urio mit einer gewissen Selbstverantwortung für ihr Gebiet ausgestattet und arbeiten hart, um ihren Standort zu fördern.
  • Karango versucht, seine sehr moderne Kirche fertigzustellen.
  • Riata bereitet sich darauf vor, Dachsparren zu kaufen, um das Dach des dortigen Büros fertigzustellen.
  • Shichauni, das erst vor 4 1/2  Jahren gegründet wurde, beginnt, eine moderne Kirche zu bauen, um die derzeitige Wellblech-Hütte abzulösen.
Die wirtschaftliche Unsicherheit verlangsamt allerdings überall die Arbeiten. Der Sonntag Cantate wurde als großes musikalisches Ereignis
gefeiert, das am Nachmittag mit einem gemeinsamen Singen und Essen (gekochter Reis und Fleisch) endete.