Besuch aus Mawanjeni/Tansania

Die Claus-Harms-Gemeinde erwatet den ersten Besuch aus der Partnergemeinde Mawanjeni!

Vom 10. bis 31. Mai 2017 wird Pastor Dani D. Urio mit drei Mitgliedern der dortigen Partnerschaftsgruppe zu einem Gegenbesuch in unsere Gemeinde kommen, nachdem drei Mitglieder unserer Partnerschaftsgruppe dort im September 2015 ihren „Antrittsbesuch“ gemacht hatten.

Bis auf Pastor Urio war noch niemand von ihnen in Europa, geschweige denn in Kiel.

 

Für unsere Gemeinde ist das eine tolle Gelegenheit, Dank zu sagen für die überwaltigende Freundlichkeit und Gastfreundschaft, die drei Mitglieder unserer Partnerschaftsgruppe bei ihrem ersten Besuch dort im September 2015 erfahren haben.

 

Ein solcher Besuch kann natürlich nicht „mal eben“ von einer Handvoll Leuten organisiert und durchgeführt werden - die ganze Gemeinde ist ja Gastgeber. Das Rumpf-Organisationsteam ist daher sehr dankbar für jede und jeden, die/der sich in sowohl in der Vorbereitungsphase als auch beim Besuch selbst in irgendeiner Weise einbringen möchte. Es gibt ganz bestimmt jede Menge Gelegenheit für spannende Gespräche mit unseren Gästen. Wann hat man schon die Chance, fremde Kulturen so hautnah zu erleben, ohne weit reisen zu müssen?

 

Natürlich ist auch Geld ein Thema: Für die Unterbringung und Verpflegung der Gäste bei Gemeindemitgliedern ist gesorgt, aber auch verschiedene Besuche (z.B. auch in der Lutherstadt Wittenberg) und Aktivitäten in der Gemeinde verursachen Kosten. Die Gemeinde hat die Finanzierung eines großen Teils zugesagt, aber wir sind trotzdem noch auf Ihre Spenden angewiesen, natürlich gegen Spendenbescheinigungen. Firmen und Institutionen, die uns finanziell unterstützen, nehmen wir mit ihrem Logo gerne in unsere Sponsorentafel auf.

 

Überweisungen sind wie folgt möglich:

 

Kontoinhaber: Claus-Harms-Gemeinde

Evangelische Bank

IBAN: DE 65 5206 0410 9906 5065 00

Verwendungszweck: Besuch Mawanjeni

 

Wenn Sie sich zu einer Spende entschließen, wären wir für einen kurzen Hinweis an E´-Mail: udo-schultz@ t-online.de dankbar, damit wir Sie in die Sponsorenliste aufnehmen und die Spendenbescheinigung initiieren können.

Im Voraus vielen Dank für Ihr Engagement. Mitmach-Angebote nimmt gern entgegen:

 

Udo Schultz (udo-schultz@t-online.de)

Hofholzallee 102

24109 Kiel

 


Besuch bei Freunden

Der Kibo-Gipfel des Kilimanjaro
Der Kibo-Gipfel des Kilimanjaro

Nach langer Planung machten sich Mitte September 3 Mitglieder der Claus-Harms-Partnerschaftsgruppe Tansania (Susanne Görner, Rudolf Görner und Udo Schultz) auf den Weg, um unsere Partnergemeinde Mawanjeni am Fuße des Kilimanjaro in Tansania zu besuchen und persönlich kennenzulernen. Bisher war der Kontakt nur per E-Mail gelaufen, aber nun – nach fast 5 Jahren Partnerschaft – war es Zeit für einem zehntägigen Besuch. Von Hamburg ging es nach Amsterdam und von dort in einem 8-stündigen Direktflug nach Kilimanjaro International Airport.

Die Gegend ist die trockenste der gesamten Region. Grüner wird es nur in den höher gelegenen Gebieten an den Ausläufern des Kilimanjaro-Gebirges. Wasser ist so in etwa das kostbarste Gut. Regen wird in großen Wassertanks auf den Dächern aufgefangen. Da es sich bei Mawanjeni um eine auf 80 qkm verteilte Streusiedlung ohne einen direkten „Ort“ handelt, hat die Elektrizitätsgesellschaft auch kein Interesse daran, Stromkabel zu legen. So haben sich die reicheren Familien geholfen, indem sie Solaranlagen installierten. In unserem Haus wurde der Strom gegen 19 Uhr, wenn es dunkel wurde, eingeschaltet und irgendwann zwischen 22 und 23 Uhr wieder abgedreht. Waschwasser gab es in einem großen ehemaligen Farbeimer. Die Toiletten waren vom Typ Frankreich (Stehvariante).
Die meisten Menschen arbeiten in der Landwirtschaft. Sie bauen Bananen, Kaffee, Hirse, Bohnen, Sonnenblumen, Maniok und Erdnüsse an. Die Felder werden mit einer einfachen Hacke „gepflügt“.
Es gibt wenige Hauptstraßen (Linksverkehr übrigens), die eine Asphaltdecke haben. Alle Wege, die von den Hauptstraßen abgehen, sollte man tunlichst nur mit 4-Rad-Antrieb befahren. Löcher oder Felsbrocken in der Fahrbahn gehören zur Tagesordnung.

Behelfskirche in Shichauni
Behelfskirche in Shichauni


Die Gemeinde hat sich wirklich „ein Bein ausgerissen“, um uns in der zur Verfügung stehenden Zeit möglichst viel zu zeigen. Die Freundlichkeit und Herzlichkeit war genau so überwältigend wie ihre Gläubigkeit! Sonntagsmorgens um 7 Uhr waren gut 200 Menschen in der Kirche und um 10 Uhr noch einmal 150. Beim Kindergottesdienst (Sunday-School) um 9.00 Uhr konnten wir noch einmal mindestens ca. 150 Kinder zählen (Mädchen in den rechten, Jungen in den linken Bankreihen!).

Pflanzen des Partnerschaftsbaumes (Avocado)
Pflanzen des Partnerschaftsbaumes (Avocado)

Mit einer feierlichen Zeremonie pflanzte die Partnerschaftsgruppe von Mawanjeni mit uns zusammen einen Partnerschaftsbaum, einen Avocadobaum, der nun neben der Kirche wachsen und gedeihen kann.
Es besteht Schulpflicht. Bereits mit 4 Jahren gehen die Kinder zur Schule, einer Art Vorschule. Unterrichtet wird meist in englisch. Wir konnten uns wunderbar mit den kleinen Stöpseln unterhalten. Ihre Disziplin schon in diesem Alter war bewundernswert.
Da wir im Übergang zwischen Winter und Frühjahr dort waren (Mitte September), waren die Temperaturen trotz Äquatornähe mit 25 Grad am Tag und 19 Grad in der Nacht ausgesprochen angenehm. Nur in den letzten Tagen stieg die Quecksilbersäule manchmal auf 30 Grad. Die trockene Hitze merkte man aber kaum.

Pastor Dani D. Urio (rechts) und Evangelist Mrema
Pastor Dani D. Urio (rechts) und Evangelist Mrema

Bei dem Straßenzustand wundert es nicht, wenn auf den „Landwegen“ so gut wie keine Autos fahren. Fußgänger (manchmal mit Kopflasten) und Motorräder beherrschen das Bild.
Wenn man sieht, wie bescheiden die Menschen leben und wie zufrieden und gelassen sie dennoch sind, kann man nur sagen „Wir Europäer können noch viel von ihnen lernen!“