#warmeworte (31.03.2020)

Jene, die fern sind, werden kommen und am Tempel des HERRN bauen.
Sacharja 6,15

 

Als ich die Losung für heute gelesen habe, fiel mir das Wort Neugierde ein.
Gerade bei Kindern und Jugendlichen - doch auch bei Erwachsenen - ist diese Neugierde stets vorhanden. Wenn ich darüber nachdenke, fallen mir spontan und direkt Gesichter und Namen ein, die mich in dem Augenblick erfreuen.
Es sind Momente, in denen junge Menschen auf mich zukommen und sagen: "Ich wusste gar nicht, was ihr alles so Tolles macht. Ich bin nur hergekommen, weil ich wie alle anderen konfirmiert werden will". Das ist ein super Gefühl, wenn wir Menschen erreichen und es ihr Herz berührt.
Denn genau dafür sind wir da. Nicht weit entfernt und mit hochtrabenden Worten. Nein, wir sind dafür da direkt die Sprache der Menschen zu sprechen. Und dieses "Dasein" erfordert viel Ausdauer, Mut und Energie. Wer dies versteht, weiß aber auch: Dieser Bau am Haus/Tempel lohnt sich.
Selbst diejenigen, die zweifeln und Fragen haben, sind gern gesehen. Wenn jeder nämlich nur "Ja" und "Amen (So sei es)" sagen würde, hätten wir nicht einen solch durchdachten und vielschichtigen Glauben. So baut jeder am Haus des Herrn mit. Der Zweifler, der Motivierte, der Artige und auch der Unartige.
Wenn ich höre, dass das unser kleines aber feines Backhaus in Kiel Russee wie ein zweites Zuhause für einige ist, dann rührt es mich. In dieser Zeit mehr denn je, denn derzeit können wir uns dort nicht treffen. Und ich weiß, dass es nur deswegen so ist, weil jeder Stein dazu beiträgt, aus dem es besteht...und es sind nicht die roten Backsteine sondern die Menschen, die das Haus gestalten.
Daher kann ich nur jedem zusprechen sich von der Neugierde leiten zu lassen und mit beim Bau anzufangen. Jeder darf mitbauen. Egal ob in Kiel, Hamburg, Berlin, Rom, Nizza, Lissabon oder sonst wo auf der Welt. Es lohnt sich.


In dem Sinne: Kommt gut durch den Tag!


#warmeworte (30.03.2020)

Jesus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.
Johannes 6,37


Wenn ich das lese, geht es mir zumindest schon gleich viel besser. Wobei... eigentlich nicht, denn irgendwie fühle ich mich auch etwas ertappt.
Ich kenne das von mir aber auch von anderen, dass Menschen doch eher nachtragend sind. Vor allem, wenn es darum geht "vermeidbare" Fehler zu begehen und dem anderen zu vergeben.
Wenn es heißt "Schwamm drüber" brauche ich eigentlich nur die Uhr stellen, bis alte Geschichten wieder aufgetischt werden und vorgehalten werden.
Irgendwie doof und vorhersehbar das Ganze. Es belastet die zwischen-menschlichen Momente.
Klar, jeder von uns macht Fehler und niemand ist perfekt. Den Anspruch daran "perfekt" zu sein mag im ersten Augenblick ja sehr schön sein, doch ist er gleichzeitig ziemlich anstrengend. Diesem Anspruch nämlich gerecht zu werden, ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit.
Dazu muss sich der Mensch mehr als disziplinieren und steht unter ungeheurem Druck.
Dieser Druck ist für niemanden gut; weder für andere ihn zu spüren noch für mich selber diesem Druck Standhalten zu müssen und zu erfüllen.
Da fühlt sich der Zuspruch von Jesus wie ein sicheres Netz an, welches mich auffängt.
Sollte ich also Fehler machen und diese erkennen, dann brauche ich mich nicht fürchten ungeliebt und ungewollt zu sein. Das ist manchmal schon schwer genug.
Da hält mich Jesus bzw der Herr fest und lässt mich nicht fallen. Ich kann somit der sein, der ich bin...mit allen Ecken und Kanten, denn so hat mich der Herr gemacht.
Und letztlich bin ich und jeder andere damit auch -wenn ich daran im christlichen Sinne glaube- perfekt; ich bin so, wie mich der Herr gemacht hat. Wie er es mit jedem von uns getan hat. Es ist nur die Frage, ob wir dies merken und auch annehmen: Der perfekte unperfekte Mensch in Gottes Schöpfung zu sein, der sich nach seinem Wort richtet und sich nicht über andere Menschen stellt.


In dem Sinne: Kommt gut durch den Tag!


#warmeworte (29.03.2020)

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis.
2.Korinther 1,3-4


Oh wie sehr habe ich mich doch schon im Leben in Not und Bedrängnis gesehen. Gedacht, dass es keinen Ausweg mehr gibt. Viele Menschen behaupten dies, doch ist das ja stets sehr subjektiv. Was für den einen Not und Sorge ist, das streift jemand anderes vielleicht als unbedeutend ab.
Derzeit sind wir aber alle in Not und Bedrängnis. Jedenfalls diejenigen, die sich nicht an Not, Elend und Furcht aus der Zeit der Weltkriege lebhaft erinnern können, weil nur die wenigsten das noch selbst erlebt haben. Das erste Mal spüren alle Generationen, dass wir gemeinsam an einem Strang ziehen müssen, um das zu meistern...und zwar ohne Waffengewalt sondern mit Solidarität, Zusammenhalt und dennoch Abstand von einander.

Erstaunlicherweise treffe ich derzeit viele ältere Menschen an, die sich dem Ernst der Lage rund um Covid-19 sehr wohl bewusst sind, dennoch aber fröhlich vor sich hin leben - ohne Furcht und Sorge.
Oft bekomme ich zu hören: Ach wenn es passiert, passiert es eben.
Ich schüttel manchmal den Kopf, schließlich kann ich das schecht vergleichen, ich habe vor 80 Jahren schließlich noch nicht gelebt.
Und trotzdem zeigt mir diese Ansicht eindeutig Mut und Zuversicht. Sehr erfahrene und ältere Menschen haben so viel durchgemacht; sie wissen was Not und Bedrängnis tatsächlich bedeutet. Corona bzw Covid-19 wird uns nicht klein kriegen. Vielleicht kommen wir als Gesellschaft gestärkt heraus. Zu wünschen wäre es allemal.
Doch ich bin optimistisch, denn der Herr tröstet uns in Bedrängnis...die Älteren wissen, was ich meine. Wir Jüngeren müssen es erst lernen. Ja, wir sollten uns sorgen und auf den Herrn
vertrauen, dass er es gut mit uns meint und wir auf ein Gutes hoffen können.. dafür wird er allemal sorgen!


In dem Sinne: Kommt gut durch den Tag!


#warmeworte (28.09.2020)

 

Jesus spricht: Wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.
Markus 3,35

 

"Hey Bruda, warte mal", höre ich es hinter mir rufen. Ich frage mich, was der andere von mir will und warum er mich so nennt. Wir haben uns immerhin erst vor knapp 10 min kennengelernt. Was heißt kennengelernt? Ich habe einfach sein Geschäft betreten, weil ich etwas kaufen wollte. Wir haben uns unterhalten, er hat mich als Kunde gut beraten und wir haben uns freundlich voneinander verabschiedet.
Bisher habe ich also nicht wirklich etwas auszusetzen.
Aber jetzt nennt er mich so? Ich habe einen Bruder und der reicht mir.
Als Jesus diese Worte ausspricht, da sind seine Eltern gerade auf der Suche nach ihm. Wer schon mal gesucht wurde oder panisch wurde, weil jemand fehlt, weiß wie sich Eltern dann fühlen und empfinden. Alles haben Josef und Maria abgesucht. Und wo ist der junge Herr? Sitzt seelenruhig in der Synagoge und diskutiert dort mit den Gelehrten. Als er drauf angesprochen wird, dass sie nach ihm suchen sagt er einfach: Wer ist meine Mutter und mein Vater?
Die Antwort gibt er mit der Tageslosung.
Klingt krass und verletzend für seine Familie (und ich möchte mir nicht ausmalen, wie sich Maria dabei gefühlt haben muss), aber das will er damit nicht aussagen.
Viel eher das Gefühl, wenn man sich versteht, auf der "gleichen Wellenlänge" liegt sich jeder dem Nächsten näher fühlt.
Wenn das Gleiche erlebt und durchgemacht wird, ist die Empathie und die Wahrnehmung füreinander größer...eben wie in einer Familie. Der Punkt der Nächstenliebe wird schneller erreicht, als wenn wir uns mit Misstrauen ständig begegnen und dabei entzweien.
Sehr wahrscheinlich geht Jesus davon aus, dass wir daher Brüder und Schwestern, Mütter und Väter füreinander sein können oder es sogar schon sind.

"Hey Bruda, falls du das nächste Mal vorbei kommst, dann hab ich auch die Sachen dabei, die du für deine Anlage haben wolltest", meint der mir bisher unbekannte Verkäufer. Vielleicht sollte ich drüber nachdenken, wie viele Geschwister ich habe, von denen ich noch gar nichts weiß.

 

In dem Sinne: Kommt gut durch den Tag!

 


#warmeworte (27.03.2020)

Die #warmenworte kommen heute von Ricarda. Wir danken dir dafür

 

"You're an angel
In the sky
You're an angel
In my eyes"

Die einzige Anweisung, die wir im Moment befolgen sollen, lautet: Zuhause bleiben. Und ich befolge die Anweisung.
Ich könnte jede Ritze in meinem Bettlaken beschreiben, so viel Zeit verbringe ich darin. Noch nie wusste ich so genau, wo welches meiner Bücher steht. Ich könnte blind meine Filmesammlung nach Vornamen des Produzenten sortieren.
Und das ganze kann ich erst, seitdem ich nicht mehr so besonders viel zu tun habe. Ich langweile mich nicht. Aber trotzdem fehlt etwas. Ich merke, wie es mir zu schaffen macht. Ich glaube, es geht nicht nur mir so. Vielleicht spürst Du auch, dass da etwas nicht vorhanden ist, was da sein sollte. Vielleicht bin ich damit aber auch alleine.
Mir jedenfalls fehlt die Abwechslung, die verschiedenen Gesichter, die kleinen Überraschungen, die einem auf der Straße begegnen. Kontakte sind wichtig. Meine Oma, zu der ich normalerweise nach der Schule gehe, fehlt mir, die Leute vom Sport, mein Klavierunterricht und die Leute vom Schauspiel. Und natütlich meine Freunde aus der Schule. Kein Buch und kein Handy kann das ersetzen. Ich vermisse jeden Tag, den Alltag, der mir bewusst macht, das jeder Tag im Alltag ganz anders ist, als der davor.
Was ich mit all dem sagen möchte ist, dass wir in so unpersönlichen Zeiten persönlich werden sollten.
Ruf Deine Oma an, schreib Deiner Tante einen Brief, schick der Freundin, die Geburtstag hat, ein Paket. Komme all den Leuten, denen Du im Moment nicht nahe sein darfst, besonders nah. Sei der Engel, der in dunklen Zeiten lächelnd winkt und dir ein Licht schenkt.
Schließ einfach die Augen und sieh deine Oma lächelnd ans Telefon gehen, deine Tante vorfreudig den Brief öffnen, deine Freundin das Paket öffnen. Und ganz plötzlich bist Du ihnen ganz nah. All die Liebe, die Du schickst, wird zu Dir zurückkehren. Mache Dich und alle um Dich herum glücklich indem Du Zuhause das Beste draus machst.

Und in diesem Sinne: Mache diesen Tag zu Deinem glücklichen Tag!

 

"You're an angel
In the sky
You're an angel
In my eyes"


#warmeworte (26.03.2020)

Er gibt dem Müden Kraft
und Stärke genug dem Unvermögenden.
Jesaja 40,29

Oh wie fühle ich mich doch manchmal echt kaputt und müde. Früh aufgestanden, morgens vor allen anderen das Haus verlassen. Spät am Nachmittag komme ich nach Hause, schaffe meine Aufgaben, esse etwas. Für die Nachrichten habe ich gar keinen Nerv mehr und trotte erschöpft ins Bett.
Am nächsten Tag: Oh wie fühle ich mich doch manchmal echt kaputt und müde. Früh aufgestanden..... Solche Tage wiederholen sich gerne anscheinend und denke mir "Täglich grüßt das Murmeltier". Egal ob es sich um Kinder, Schüler oder Erwachsene handelt.


Doch wie gut, dass es da doch eine Kraft gibt, die aufrichtet.
Sei es ein kurzes unerwartetes Lächeln, ein freundliches Wort, ein nettes Treffen.
Solche Begebenheiten sind es, die unseren Tag aufhellen. Sie stärken und ich fühle mich deutlich motivierter als zuvor.


Ich habe aufgehört mich zu fragen, warum und wieso solche Momente in meinem Leben geschehen. War es Zufall für denjenigen, der da nicht glaubt, ist es heute für mich der Herr persönlich, der mir zeigt: Auch wenn es dir schlecht geht: ich lasse dich nicht allein!
Ich nehme dies ohne Nachfragen hin, schaue danach kurz gen Himmel und lächel. Ein Augenzwinkern folgt und ich hauche leise: Danke, du weißt, was mir gut tut.
Und wenn du hin hörst, dann antwortet er dir auch.
Nicht immer mit Wort und Tat. Doch er tut es.


In dem Sinne: Kommt gut durch den Tag!


#warmeworte (25.03.2020)

Alle miteinander bekleidet euch mit Demut.
1.Petrus 5,5

 

Demut ist ein Wort, welches heutzutage viel zu selten in Erscheinung tritt und wir wenig benutzen.
Leistungen anderer werden stets geringer geschätzt. Auf sich selbst schauen, fällt vielleicht doch dem einen oder anderen leichter.
Dinge, die wir für selbstverständlich halten, werden mit einer Handbewegung und abschätzigem Blick fort gewischt.
Wie oft haben wir dies erlebt? Sei es die Person im Callcenter, die den genervten Anruf eines Kunden entgegen nimmt und nichts für die Stimmungslage des Kunden zuvor kann...sie ist ja nur die Person am Telefon, man sieht sie nicht - also kann jede/r da Frust los werden.
Der Paketbote, der das Paket wieder einmal beim Nachbarn abgegeben hat, obwohl ich Zuhause war....doch war eventuell die Musik oder der Film am Fernseher zu laut und ich hörte das Klingeln nicht?
Die Straßenarbeiter auf der Autobahn, die bei Wind und Regen nicht arbeiten...nicht wissend, das sie an einer anderen der 560 Baustellen auf Autobahnen arbeiten sollen.
Oder die Kassiererin, die sich zum 237sten Mal die Frage "Wieso haben Sie denn keine Konserven/Klopapier/Salz/Nudeln (situativ ergänzbar)?" anhören muss. Davon wird die Lage auch nicht besser.
Es ist Zeit auch auf die zu schauen, zu deren Aufgabe wir uns womöglich nicht bereit oder berufen fühlen. Doch jede Aufgabe ist wichtig. Jeder Mensch ist wichtig. Gerade in diesen Zeiten sind es schließlich genau diese Menschen, bei denen wir uns bedanken können, dass es sie gibt.
Demut ist doch nicht so verkehrt, das gebietet uns allein schon der Glaube. Nur so wächst dann auch die Demut vor uns, wenn wir bereit sind diese anderen entgegen zu bringen. Und da ist es egal ob wir Bänker, Managerin, Pastor, Jugendmitarbeiter, Kassiererin, Callcenter-Agent oder Lagerist sind. Wir sind und bleiben Kinder Gottes. Jeder von uns.

In dem Sinne: Kommt gut durch den Tag!


#warmeworte (24.03.2020)

Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und gnädig in allen seinen Werken.

Psalm 145,17

 

Schon wieder eine Arbeit in der Schule verhauen. Der Chef hat sich schon wieder über die erbrachte Leistung auf Arbeit beklagt. Mama und Papa sind ewig nur am Meckern. Oma ist schon wieder stur und will ihren eigenen Kopf durchsetzen.

 

Es gab sicher schon eine Situation, in der sich gefragt wird: Muss das jetzt sein?

Sowas geht sicher dem einen oder anderen auf die Nerven.

Persönlich bin ich dann mitunter genervt und gestresst und möchte einfach nur in Ruhe gelassen werden. Mich einfach machen lassen, denn oftmals ärgere ich mich über einen Fehler oder was anderes selbst am meisten, dann brauche ich nicht noch jemanden, der fast buchstäblich den Finger in die Wunde legt.

 Doch was hilft an der Stelle, um aus dem kleinen oder großen Tief heraus zu kommen?

Schade ist es diejenigen in dem Moment nur um sich zu haben, die dann nur kritisieren. Genauso wie es schade ist, wenn dich jemand nur betüddelt und dir alles abnehmen will - auch das hilft nicht weiter.

Die Mischung macht es. Das ansprechen, was verkehrt läuft, doch genauso nach vorne sehen und Mut zusprechen.

Genau diesen Blick nach vorne vermittelt uns auch unser Glauben: Wir wissen - oder sollten es - genau wissen, was christlich sein bedeutet.

Miteinander agieren statt alleine, zusammen etwas auf die Beine stellen statt Ich-bezogen durch die Welt zu stolzieren, Gemeinsamkeit statt Eigennützigkeit.

Das fängt schon im Kleinen an.

Vielleicht mit einem kleinen Anruf bei Menschen, die wir schon länger nicht mehr gehört haben, eine Postkarte an Bekannte. Ein Aussprechen nach Differenzen.

So hilft es heraus aus dem eigenen Tief und Kummer, schließlich sind wir nicht allein. Und wir helfen damit auch anderen. Da sein (sofern das geht), ansonsten zuhören (geht auch prima am Telefon) und sicher fallen da noch einige andere Dinge ein.

 

Wenn wir daran glauben, dass das möglich ist, dann erfüllt sich schneller das Wort des Herrn als gedacht. Denn er schaut wohlwollend auf uns und meint es gut. Bei allen Fehlern, die wir machen.

 

In dem Sinne: Kommt gut durch den Tag!


#warmeworte (23.03.2020)

HERR, du bist‘s allein, du hast gemacht den Himmel und aller Himmel Himmel mit ihrem
ganzen Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was darinnen ist.
Nehemia 9,6

Die #warmeworte kommen von Randi. Wir danken dir dafür


Hat Gott wirklich ALLES auf der Erde gemacht? Es gibt genug Dinge auf der Welt, von
denen ich mir sicher bin, dass sie nicht von Gott stammen – nicht von Gott stammen
können: Hass, Kriege, Krankheiten … auch das Corona-Virus.
Aber ich glaube, dass Gott uns in dieser merkwürdigen und schwierigen Zeit trotzdem unterstützt und immer bei uns ist. Denn was Gott uns in dieser Situation gibt, das ist zum Beispiel das starke Engagement aller Pflegekräfte, die große Hilfsbereitschaft der Menschen untereinander, zum Beispiel für andere die Einkäufe zu erledigen, oder einfach nur die Einsicht, auf Gewohntes, Bekanntes und vielleicht auch Liebgewonnenes eine Zeit lang zu verzichten.
So lässt Gott in uns die Nächstenliebe zum Vorschein kommen, die sonst im Alltag manchmal auf der Strecke zu bleiben scheint. Und dadurch wird eine Nähe zwischen uns allen geschaffen, die zwar nicht aus körperlichen Berührungen besteht, sondern aus kleinen und großen Gesten.
So rücken wir in der Krise zusammen, obwohl wir gezwungen sind Abstand zu halten. Wäre es nicht wunderbar, wenn wir irgendwann, viel später einmal sagen können, dass uns diese Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe erhalten geblieben ist?

In dem Sinne: Kommt gut durch den Tag!


#warmeworte (22.03.2020)

In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
Kolosser 2,3


Was war zuerst da? Etwas, das uns einschüchtert und wir nicht verstehen oder unser mangelndes Vertrauen auf andere zu hören und ihnen blind zu vertrauen?

Als Kind gesagt zu bekommen, dass ich zum Beispiel nicht an den Herd gehen soll, hat mich dennoch locken lassen, warum da so ein Geheimnis ist. Das Geheimnis habe ich dann im nächsten Moment mit Schrecken wahr genommen.
Als Jugendlicher erzählen die Erwachsenen oft "tu dies nicht und das nicht und wenn du das nicht befolgst, gibt es richtig Ärger". Boah, Erwachsene können so richtig doof sein und einem an allem die Lust vermiesen. So dachte ich es mir damals oft in dem Moment. Zuhause gab es da einige Diskussionen und die Skepsis wuchs und irgendwie war ich damit nicht so einverstanden.

Als Erwachsener sagen einem irgendwann die eigenen Kinder, was sie tun und lassen sollten. "Was wisst ihr Jüngeren schon? Wir haben bereits alles in Leben erlebt. Da wissen wir alles. Mach dir keine Sorgen!" Wer sowas noch nicht zu hören bekam in dieser oder ähnlichem Ausmaß, dem oder der gratuliere ich.

Diesen Kreislauf kann man scheinbar schwer durchbrechen. Doch wie kann das Misstrauen, Skepsis oder Starsinn unabhängig von Alter und Geschlecht, Herkunft und Zusammenhang abgebaut werden?
Die Losung selbst weist uns drauf hin. Christus als derjenige, der nicht auf sich schaute, sondern stets das Auge für den Nächsten hatte. Vor allem ging es ihm aufgrund seiner eigenen Kenntnis - sowie Liebe anderen gegenüber - stets darum andere Menschen vor Leid und Unglück zu bewahren. Die Skepsis haben seine Jünger gegen Vertrauen eingetauscht. Vertrauen, das Dinge sich zum positiven wenden, wenn jemand dir vorgibt, was gut ist... für dich und andere.
Manchmal lohnt es sich auf andere zu hören. Hinter jeder vorhandenen Sorge steckt als Erkenntnis die Liebe zum Nächsten, vielleicht bist du es ja.

Ziemlich aktuell für so einen alten Text, oder?!?

 

In dem Sinne: Kommt gut durch den Tag!


#warmeworte (21.03.2020)

Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
2. Korinther 3,17

Die #warmeworte schreibt uns heute Ann-Marie. Wir danken dir dafür

 

Freiheit
Freiheit, Freiheit,
Ist die einzige, die fehlt…
Einfach mal wegfahren, den Kopf freikriegen.
In den Flieger setzen.
Den Zug nehmen.
Gute Freunde besuchen.
Gemeinsam lachen und Spaß haben.
Familienfeiern.
Die Kneipe um die Ecke.
In der Bibliothek andere treffen.
All dies geht zurzeit nicht. Nicht einfach so mal eben.
So wie wir es bisher kannten, nicht anders kannten.
Machen, was wir wollen.

Freiheit, Freiheit,
Wurde wieder abbestellt…
Die Lage sei kritisch sagt die Kanzlerin.
Sogar sehr kritisch. Ein Gefühl von Angst kommt auf.
Hat doch fast niemand damit gerechnet, eine solche Freiheitseinschränkung einmal erleben zu müssen. Wie so viele Menschen bereits in der Geschichte und auch aktuell.
Trotzdem können wir nicht einmal ansatzweise nachempfinden, was Verlust von Freiheit bedeutet.
Leere Regale versetzen uns in Panik. Menschenmassen rennen in alle geöffneten Geschäfte.
Ist dies Sinn der Sache?
Regale füllen sich tagtäglich wieder auf.
Der Mensch ist leider primitiv…Nichts trifft in diesen Tagen so sehr zu.
Der Mensch als vermeintlich intelligenteste Spezies.
In Venedig schwimmen Delphine. Delphine??? Wo kommen die denn her?
Die Natur erholt sich. Von UNS.
Lassen wir ihr diese Wochen der Erholung.
Nehmen wir die Situation als Anlass zur Besinnung und Reflexion unseres Verhaltens.
Die Natur war zuerst da. Dann kam erst der Mensch. Behalten wir das im Gedächtnis. Langeweile kommt auf? Wir leben im 21. Jahrhundert. Es gibt so viel.
Habt Mut, seid kreativ und seht nach vorn! Und bleibt vor allen Dingen zu Hause.

 

Freiheit, Freiheit
Ist das einzige, was zählt.
Zusammen schaffen wir das!
Es wird auch wieder andere Zeiten geben.
Geduld ist das Stichwort.

In dem Sinne: Kommt gut durch den Tag!


#WarmeWorte (20.03.2020)

Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?
Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?
Psalm 27,1

Die #warmeworte schreibt uns heute
Eva. Wir danken dir dafür

Die Eltern bei der Arbeit und ich den ganzen Tag allein zuhause auf der Suche nach einer Beschäftigung.
So geht es momentan wohl vielen jungen Menschen und bei so viel Langeweile beginnen die Gedanken dann schon mal zu kreisen. Fühlt sich doch irgendwie an als wäre man einfach so aus dem Alltag gerissen worden. Zwar mit der Aufforderung nicht in Panik zu verfallen, aber wenn alle sowas Großes daraus machen und man über nichts anderes mehr hört, kann man ja doch nicht einfach stillhalten und wird nervös.
Was passiert, wenn ich mich beim nächsten Einkauf infiziere? Was, wenn Mama oder Papa das Virus bekommen?

Oder sie nicht mehr arbeiten dürfen, weil die Branche nicht notwendigerweise geöffnet bleiben muss?

Geht es Oma und Opa gut? Und meinen Freunden?
Da fällt es manchmal schwierig sich wieder zu besinnen und klar zu denken.
Nichtsdestotrotz ist Gott bei uns und beschützt uns in dieser Zeit und immer. Er ist bei uns und gibt auf jeden einzelnen von uns acht.


In dem Sinne: Kommt gut durch den Tag!


#WarmeWorte (19.03.2020)

Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
2. Timotheus 1,7

Die #warmeworte kommen von heute von Julia. Wir danken dir dafür


Leere Regale. Ich bin baff. Hilflos. Etwas in Schockstarre. Ich wollte doch nur schnell ein paar Dinge einkaufen. „Nee, da kommt heute nichts mehr geliefert.“ höre ich vom Verkäufer, der gerade einräumt und genervt denselben Satz wohl zum fünfhundertsten Mal an eine Kundin wiederholt.
Mir wird mulmig. Das erste Mal, dass ich in meinem Leben viele Lebensmittel, die auf meiner Einkaufsliste standen, überhaupt nicht einkaufen kann. In den Nachrichten war jetzt schon wochenlang die Rede vom Coronavirus.
Wir, die jung sind, gehören nicht zur Risikogruppe, uns trifft es -wenn überhaupt- mit einer leichten Grippe. Bloß keine Panik, bloß keine Hamsterkäufe tätigen hieß es in den Nachrichten.
Keine Panik? Hab ich was verpasst? Ich habe Angst. Ich habe sowas noch nie erlebt. Wie soll ich denn reagieren? „Die sind doch alle bekloppt. Das ist doch nicht mehr normal.“ sagt ein Mann neben mir. Ich nicke ihm voller Hilflosigkeit vernebelt nur zu. Die Gedanken überschlagen sich in meinem Kopf.
Ich versuche sie zu ordnen und mich zu beruhigen. So schlimm ist das nun auch nicht, dann isst du eben mal etwas ganz anderes. Verhungern musst du doch nicht. Wie haben das damals denn nur deine Großeltern nach dem Krieg überstanden? Noch gibt es keine Lebensmittelmarken. Die haben viel schlimmere Krisen überstanden. Beruhig dich.
Der Gedanke über meine Großeltern ließ mich nicht los. „Wie habt ihr das eigentlich gemacht, wenn alles so unsicher erschien?“ fragte ich meine Großmutter drei Tage später am Telefon. „Wir haben die Hoffnung nicht verloren und uns in unserem Glauben immer wieder bestärkt-trotz mancher Hilflosigkeit. Wir waren auch dankbar für die kleinen Dinge im Leben und wir haben die Liebe füreinander nicht vergessen. “
Hoffnung, Glaube, Dankbarkeit und Liebe. Das war ihre Zusammenfassung. Und das ist doch alles da in meinem Leben. Trotz Coronavirus.
Ich sollte mich nur daran erinnern.
In dem Sinne: Kommt gut durch den Tag!


#WarmeWorte (18.03.2020)

Es wartet alles auf dich, HERR, dass du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt.
Psalm 104,27-28

Als ich die Losung für den heutigen Tag las, musste ich ehrlich gesagt lachen. Zu sehr spiegelt diese Losung die aktuelle Situation in vielen Ländern wieder. Und dabei müsst ihr wissen: als die Losungen für dieses Jahr gesucht worden sind, hat noch keiner an Corona und Schutzmaßnahmen gedacht!
Wenn ich das Wort sammeln verwende, dann kommt natürlich als erstes das Wort "Hamstern" in den Sinn, wobei Sigismund von Radecki Sammler als Menschen bezeichnet, die seltene Dinge an sich bringen in der Hoffnung, dass es noch seltener wird. Soweit sollte und darf es aber in der jetzigen Situation nicht gehen. Das ist schädlich für uns alle.
Doch was gibt es zu sammeln außer den ganzen Lebensmitteln aus den Supermärkten?
Erfahrungen sammeln wir derzeit alle. Dazu gehören Sorgen, Ängste, Ungewissheit, Furcht und durchaus ein wenig Verzweiflung.

Langeweile und Trübsal, wenn wir es ein "wenig" positiver formulieren wollen.
Und dann ist da etwas, was gerade entsteht, wovon vielleicht keiner dachte, dass es möglich ist.
Unterstützung, Ideenreichtum und kreative Möglichkeiten mit der Situation umzugehen.
Für mich ist in dieser Losung die Speise nämlich nicht nur die Nahrung, die aufgetan wird und wir die Hand drunter halten.
Gott selbst gibt uns Menschen wie zum Beispiel Niklas Wendt, die abends schreiben und sagen: "hey, ich finde die Ideen super und ich unterstütze euch und eure Ideen." Mich rührt und bewegt das sehr und wir sollten einander jetzt helfen statt nur seine eigenen Möglichkeiten für sich zu sehen. Nichts anderes machen viele andere auch, nur sind einige zu sehr mit Handaufhalten beschäftigt statt selbst auch die Speise zu sein
Natürlich ist es ok, dass wir dies nicht 24/7 machen können. Jeder der hilft, hat das Recht zu empfangen.
Aber wenn du auch gibst, so bin ich überzeugt, kommt Gutes zu dir zurück.
In dem Sinne:Kommt gut durch den Tag!


#WarmeWorte (17.03.2020):

Übe dich darin, den Willen Gottes zu tun!
1.Timotheus 4,7
Was ist der Wille Gottes und was hat er mit uns vor? Diese Frage stellen sich sicherlich derzeit Millionen Menschen weltweit im Angesicht der Unsicherheit im Umgang rund um den Corona-Virus. So wie ihr euch und ich mir auch.
Ist es der Wille, dass wir Panik verbreiten, uns davon leiten lassen und darauf reinfallen...wir nur noch auf uns selbst und einen vollen Einkaufswagen vor uns herschieben und Hamsterkäufe erledigen? Dutzende Pakete Toilettenpapier und kiloweise Mehl oder Nudeln horten?
Ist es richtig, dass wir dabei auf uns achten und nicht auf diejenigen, die ein erhöhtes Risiko haben, dass bei einer Erkrankung an dem Corona-Virus der Krankheitsverlauf deutlich schlimmer verläuft?
Wir leben in Deutschland immer noch in einer Wohlstandsgesellschaft und haben von allem mehr als genug. Jeder von uns, wenn wir vernünftig bleiben. Die Frage ist in diesen Zeiten, wann genug auch wirklich genug ist.
So ist es wichtig, dass wir auch auf unseren Nächsten schauen und uns überlegen, ob wir helfen können statt nur selber uns zu nehmen. Wem können wir helfen? Wer braucht unsere Unterstützung? Da gibt es einige, die das betrifft. Die Regierung spricht sich hier deutlich aus. Nehmen wir sie ernst und konzentrieren uns lieber darauf, dass wir den Willen Gottes umsetzen. Nicht nur an uns, sondern auch an unserem Nächsten. In zwei Metern Abstand und gebührendem Respekt, aber den Gedanken für den oder die Nächste behalten. Und nicht wie letztens im Supermarkt beobachtet, dass jemand einer fremden Person ein Päckchen Salz aus dem Wagen klaut.
Denn so hat es auch Jesus Christus selbst gesagt, was der Wille seines Vaters ist und was wir zu beachten haben.
Er antwortet einem Schriftgelehrten auf die Frage, was das wichtigste Gebot ist folgendermaßen:
„Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.“

In dem Sinne, kommt gut durch den Tag!