Claus-Harms Adventsimpulse

Gemeindeglieder erzählen, was die Adventszeit für Sie zu einer besonderen Zeit macht: ein besonderes Adventserlebnis, ein Ritual, worauf sie sich am meisten freuen, oder ein inspirierendes Gedicht - lesenswert!

 

Haben Sie auch Lust, einen Text zu schreiben? Darüber würden wir uns sehr freuen! Texte bitte schicken an homepage [at] claus-harms-gemeinde [Punkt] de


Mein persönlicher Adventsimpuls

Autorin: Pastorin Dr. Charlotte Hartwig
Seit 2011 ist sie bei uns in der Gemeinde als Pastorin tätig. Ihr Schwerpunkt in der Gemeindearbeit ist die Arbeit mit Kindern (Kinderkirche, Kinderbibeltage, Mäusekirche, Teenies) sowie der Besuchsdienstkreis und die Arbeit mit Familien (Familienkirche, Familiengottesdienste). Es liegt ihr am Herzen, die Botschaft der Bibel in ihrer Aktualität für unsere Lebensfragen lebendig werden zu lassen

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© Kirchengemeinde am Ith

Macht hoch die Tür“ – dieses Lied eröffnet für mich den Advent.
Am 1.Advent – gerne natürlich auch öfter – muss ich dieses Lied singen. Es ist der Beginn einer besonderen Zeit und eröffnet den Reigen der vielen schönen Advents- und Weihnachtslieder. Was gibt es Schöneres als im Advent zu singen!

Die Lieder bringen uns der Besinnlichkeit in dieser Zeit besonders nahe. Sie singen vom Licht, der Krippe, den Engeln, vom Triumph Gottes, von Hoffnung und Heil.

Die Lieder wecken in mir Erinnerungen an die Kindheit und an viele Stunden, die ich mit meinen Kinder gesungen habe – und auch heute noch tue. Zur Adventszeit wollen auf einmal alle wieder singen – ob alt ob jung, ob Kind oder cooler Teenie.... Weihnachten werde ich ganz traditionell:
die vertrauten Lieder müssen gesungen werden – ob zu Hause oder im Gottesdienst. Sie geben das Gefühl von Geborgenheit. Das mag ich sehr!


Lesen…bis Weihnachten kommt!

Autorin: Gunda Groß

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© Adobe Stocks

Bücher bereichern mein Leben. Sie sind Freunde, sie gehören zum Leben, sie verbinden Menschen.

Sie können vor allem Kindern eine Welt hinter den Zeilen öffnen, die magisch ist, die glücklich und traurig macht, die Sicherheit und Struktur vermittelt, Rituale pflegt …

Wer kann sich nicht daran erinnern, dass der traurige Totensonntag erst überstanden werden musste, damit die Adventszeit beginnen konnte. So geht es auch Jesper, Janna und Jule in „Alles ganz wunderbar weihnachtlich“ von Kirsten Boie. Da müssen so manche Hürden genommen werden, bevor zum Schluss alles gut wird.

Nun sind wir eingestimmt auf sehr schöne, das Herz öffnende Bücher. Zu meiner Weihnachtsseligkeit gehörten vor allem die Bücher von Astrid Lindgren. Die Kinder von Bullerbü zeigen uns in „Weihnachten in Bullerbü“, wie schwedische Weihnachten geht. Dieses schöne klassische Bilderbuch mit seinen einfühlsamen Illustrationen zieht mich noch immer in seinen Bann. Hier wird keiner vergessen: die Vögel bekommen Weihnachtsgarben, die Kinder helfen mit beim Backen und beim Weihnachtsbaumschlagen, sie besuchen den blinden Großvater und tanzen mit ihm um den Baum. Von Anfang bis Ende verbreitet das Buch dieses wohlige Gefühl, das eines der Bullerbü-Kinder so ausdrückt:“ Oh , wie ist es schön, wenn Weihnachten ist! Ich wünschte nur, dass ein wenig öfter Weihnachten wäre.“

Und dann ist da noch die große Welt der Wichtel und Trolle, die einem Kind Dinge erklären, die eigentlich nicht zu erklären sind. „Tomte Tummetott“ von Astrid Lindgren wacht über Mensch, Tier und Hof, hinterlässt geheimnisvolle Spuren im Schnee. Der „Weihnachts-Troll“ von Krister Green versteht die Menschen nicht in ihrer Grausamkeit und beschließt sich einzumischen. Er schafft es den bösen Bauern Geldwichtig zum Bauern Goldrichtig zu verändern. Wo hat er nur diese Kraft her und ja, auch wir Menschen können uns ändern!

Dazu passt auch „Weihnachten mit Thomas Müller“ von Karen Duve. Ein modernes Buch für Erwachsene und Kinder, das man im Advent allen vorlesen kann. Thomas Müller, ein Teddybär geht in den Wirren des Weihnachtseinkaufes verloren…schafft er es in dieser hektischen, konsumorientierten Welt wieder nach Hause zu kommen? Keine leichte Kost, aber sehr genüsslich.

Für alle, die Angst hatten, einmal keinen Adventskalender zu bekommen, sei zum Trost „Das Weihnachtsgeheimnis“ von Jostein Gaarder genannt. Welches wunderbare Abenteuer dem kleinen Joachim entgangen wäre… (vor)lesen Sie selbst!

In den „Christuslegenden“ von Selma Lagerlöf endet die erste Geschichte mit den Worten: „Nicht auf Lichter und Lampen kommt es an, und es liegt nicht an Mond und Sonne, sondern was not tut, ist, dass wir Augen haben, die Gottes Herrlichkeit sehen können.“

Bücher öffnen das Herz!


Meine Adventszeit

Autor: Udo Schultz
Seit vielen Jahren ist er in unserer Gemeinde ehrenamtlich aktiv, besonders in den Chören! Zudem schreibt Udo Schultz regelmäßig Berichte über Veranstaltungen in unserer lebendigen Gemeinde.

Auftritt auf der "Freya"
Auftritt auf der "Freya"

Die Adventszeit ist die Zeit des Wartens, schon gemischt mit Vorfreude auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Schon lange haben wir mit den „Rainbow Singers“ Gospels und englische Weihnachtslieder eingeübt. Gerade in der Adventszeit sind wir ja besonders „gefordert“, die frohe Botschaft zu überbringen, sei es bei der Eröffnung des „Lebendigen Adventskalenders“ oder bei unserem beliebten Weihnachtssingen in der Erlöserkirche (in diesem Jahr am 16.12.). Doch auch „auswärts“ dürfen wir mit dem Chor vorweihnachtliche Stimmung verbreiten. Bereits zum dritten Mal sind wir eingeladen, während einer dreistündigen Fördefahrt mit dem Schaufelraddampfer „Freya“ unser Repertoire vorzutragen.

 

Außer den Aktivität bei den „Rainbow Singers“ bereite ich mich mit den anderen Sängerinnen und Sängern der Kantorei während der Adventszeit auf die Musikalische Christnacht am 24.12. vor. Bei den wöchentlichen Proben geben wir unseren Liedern den „letzten Schliff“.

 

Doch die Adventszeit besteht nicht nur aus Singen, obwohl es sehr befriedigend ist, mit unserem Gesang anderen Menschen Freude zu bereiten. Seit vielen Jahren sorgt der „Lebendige Adventskalender“ in Hasseldieksdamm an jedem Abend vom 1. bis 23. Dezember bei wechselnden Gastgebern für ein Stündchen Ruhe und Besinnung im vorweihnachtlichen Trubel, verbunden mit nachbarschaftlichen Kontakten, die im Alltag leicht zu kurz kommen. Es duftet nach Punsch, Pfannkuchen, Waffeln und Gebäck, man hört weihnachtliche Geschichten und singt gemeinsam Lieder. So lässt sich die Zeit des (Er-)Wartens wunderbar überbrücken.

"Baum fällt!"
"Baum fällt!"

Die Adventszeit ist auch die Zeit, in der ein Grüppchen Gemeindemitglieder in einem Vorgarten die Säge ansetzt, um der Erlöserkirche mit einem schönen Weihnachtsbaum einen besonderen Glanz zu verleihen. Wie schön, dass es in jedem Jahr wieder Baum-Spender gibt!  

 

 

Advent für mich: Den Mitchristen Freude bereiten!


Gedanken zur Adventszeit

Autorin: Andrea Boll
U.a. ihr Engagement bei den Kinderkirchentagen möchten wir nicht missen - wir freuen uns, dass Andrea Boll ein Teil unserer Gemeinde ist!

„Für mich ist die Adventszeit eine ganz besondere Zeit im Jahr. Draußen ist es meist trist und dunkel und daheim ist es besonders gemütlich und behaglich. Alles ist festlich geschmückt – ich liebe weihnachtliche Dekorationen, Lichterketten, schöne Musik und Kerzenschein. Weihnachtsmärkte, Einkaufszentren, Onlinemärkte… sie alle locken uns mit Super-Sonderangeboten, wecken Begehrlichkeiten. Aber halt: Muss das sein? Will ich das wirklich?
Nein! Für mich ist es viel wichtiger, anderen Menschen Zeit zu schenken, Unterstützung zu geben, wo sie fehlt… Das erfüllt mein Herz mit Freude. Und ganz besonders liegt mir das Wohlergehen meiner Familie am Herzen – natürlich nicht nur zur Weihnachtszeit!

 

Advent verkündet die frohe Botschaft – es ist die Zeit der Vorbereitung auf die Ankunft des Herrn und darauf richten wir uns aus!“