Umbau der Claus Harms Kirche

Der Umbau der Claus Harms Kirche

 

Liebe Gemeinde und besonders: liebe Hammeraner!

 

In einem langen Prozess der Überlegun­gen über die Zukunft der drei Gebäude­komplexe unserer Gemeinde hat sich der Kirchengemeinderat (KGR) dazu entschieden, die Claus-Harms-Kirche in eine Kita umzuwandeln. In der Ge­meindeversammlung am 26. November letzten Jahres und im Gemeindebrief Ende 2018 hatten wir darüber berichtet.

Nun möchten wir Sie über die weitere Entwicklung informieren.

 Zunächst noch einmal der Blick zurück: In 2016 hat die Kirchenkreissynode des Kirchenkreises Altholstein eine Gebäu­destrukturplanung aufgesetzt, mit der einmal die klimapolitischen Ziele der Nordkirche verwirklicht werden sollen, vor allem aber auch eine „an Ressour­cen und Bedarfen orientierte … Nut­zung“ der kirchlichen Gebäude erreicht werden soll. Zunächst wurde daher von uns in einem umfangreichen und zei­tintensiven Prozess eine ausführliche Analyse bezüglich der Auslastung sämt­licher Gebäude vorgenommen. Auch der ermittelte Besuch der Kirchen ist in unsere Überlegungen mit einbezogen worden. Die über einen längerfristigen Zeitpunkt erwartete Entwicklung der Mitgliederzahlen unserer Kirche, und die damit zusammenhängenden Ein­nahmen aus der Kirchensteuer spielten eine nicht zu unterschätzende Rolle.

 Im September 2018 hatten wir zu einer Gemeindeversammlung eingeladen, in der wir die Gemeinde über die bisheri­gen Ergebnisse unserer Prüfungen un­terrichtet haben. Vor allem aber wollten wir Vorschläge und Ideen aus der Ge­meinde für den Umgang mit den Ge­bäuden hören. Der KGR hat daraufhin einige (allerdings sehr wenige) Ideen aus der Mitte der Gemeinde erhalten, die sich sämtlich auf die Nutzung der Erlöserkirche bezogen.

Mit diesen Anregungen hat sich der KGR dann in einem Klausurtag unter Abwägung aller Möglichkeiten zu einer Entscheidung durchgerungen.

 

Da die Hammeraner Kirche von den Hammeranern nur wenig besucht und auch für Amtshandlungen selten ange­fragt wird, gleichzeitig aber an dem Ort eine lebendige Kita-Arbeit stattfindet, hat der KGR entschieden, die Kirche zu einer Kita umzubauen. In der Gemein­deversammlung im November 2018 war das Bedürfnis nach einer Erweite­rung der Kita in Hammer sehr deutlich zum Ausdruck gebracht worden.

 

Nach langen Planungen zum Umbau und zur Finanzierung soll dieses Vorha­ben nun umgesetzt werden.

Zunächst hatten wir gedacht, dass ein Andachtsraum bestehen bleiben kann. Durch die Vergrößerung der Kita um zwei weitere Gruppen zusätzlich mit Büro-, Personal- und Multifunktions­raum werden allerdings alle Quadrat­meter des Gebäudes benötigt. Einen kleinen Andachtsraum zu behalten, ist leider aufgrund vieler Auflagen für eine moderne Kita nicht möglich. So haben wir entschieden, das gesamte Gebäude zur Kita umzubauen. Die Entwidmung der Kirche ist dafür notwendig. Das ist eine schmerzliche Entscheidung. Vor allem schmerzlich für die, die sich vor 35 Jahren für den Bau der Kirche ein­gesetzt haben und für alle, die an dieser Kirche hängen. Mitte Juni erreichten uns 400 Unterschriften zum Erhalt der Kirche. Vielen Dank, liebe Hammera­ner für Ihr Votum! Der Beschluss des KGR war Ende letzten Jahres bereits gefallen, und die Planungen mit der Stadt Kiel standen schon kurz vor dem Abschluss. In dieser Entwicklung liegt aber auch etwas Positives: das Gebäude bleibt unser Eigentum.

Weiterhin wird in Hammer kirchliche Arbeit stattfinden:

Die Kinder werden religionspädago­gisch betreut, die Eltern mit einbezogen und das Team wird von uns unterstützt. Alle zwei Wochen feiern wir mit den Kindern kleine Gottesdienste. Größere Gottesdienste mit allen Eltern werden wir zukünftig in der St. Gabriel Kirche in Russee feiern.

Und natürlich bleibt für Hammer sonst alles wie bisher: Geburtstagsbesuche, Seelsorge und Besuche anlässlich von Amtshandlungen. Dazu der Kontakt zur Grundschule, auch zum Siedlerbund bezüglich Aktivitäten und zum Sportverein z.B. zum Laterne laufen ist uns sehr wichtig. Gottesdienste allerdings feiern wir in Zukunft gemeinsam in Russee und in Hasseldieksdamm. Gruppen, die sich bisher in Hammer im Gemeindesaal getroffen haben, werden sich in Russee im Gemeindehaus zusammenfinden.

Das Inventar der Kirche wie die Tauf­schale, Abendmahlskelche, Reliefs und Wandbehänge werden in Russee oder Hasseldieksdamm weitere Verwendung finden.

 

Als KGR bleibt uns nun zu sagen: Wir haben uns diese Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht. Nach sorgfältigem Abwägen und zugleich in dem Bewusstsein, dass wir aus Verantwortung für die Zukunft unserer Gemeinde Veränderungen wagen müssen, haben wir uns für diesen Umbau entschieden.

Nun wollen wir uns würdig von der Kirche in Hammer verabschieden. Dazu laden wir Sie alle herzlich zum Gottesdienst am 22. September 2019 um 11.00 Uhr ein. In diesem Gottesdienst werden wir der Geschichte der Kirche gedenken. Im Beisein von Propst Block und Bischof Magaard wird die Kirche entwidmet und der Raum seiner zukünftigen Nutzung zugeführt werden. Es wäre schön, wenn alle, die sich der Claus-Harms-Kirche verbunden fühlen, bei diesem Gottesdienst dabei sind!

 

Für den KGR

 

Pastorin Charlotte Hartwig