Weltgebetstag 2018

Autorin: Inga Riebold
Inga ist schon seit vielen Jahren in der Kinder- und Jugendarbeit ehrenamtlich tätig und engagiert sich dabei besonders gerne bei den Kinderkirchentagen.



"Surinam – wo ist das eigentlich?"

 

Mit dieser Frage begrüßte Pastor Thomas Lemke die Gäste des Gottesdienstes zum Weltgebetstag am 2. März 2018 in der „Engelskirche“ in Russee. Keiner der rund 30 anwesenden Gottesdienstbesucherinnen und -besucher konnte sie mit Gewissheit beantworten, mit Ausnahme derer, die bereits im Vorfeld recherchiert haben. Zugegeben, auch das Vorbereitungsteam musste erst mal in den Materialien des Weltgebetstags bzw. im Internet Nachforschungen betreiben. Nein, Surinam liegt nicht – wie man meinen könnte - in Asien, sondern ist das kleinste unabhängige Land Südamerikas.

Im Gottesdienst lernten wir etwas über Land und Leute und bekamen einen Eindruck von dem bunt gemischten Land, in dem Menschen mit verschiedensten Vorfahren und unterschiedlichen Religionen friedlich nebeneinander leben. Deutlich wurde aber auch, dass nicht alles gut ist – auf politischer Ebene ebenso wie in der Bedrohung der Natur. Daher stand der Weltgebetstag 2018, der von Frauen aus Surinam vorbereitet wurde, unter dem Motto „Gottes Schöpfung ist sehr gut!“. Neben der traditionellen Landvorstellung zu Beginn wurden auch neue Elemente ausprobiert, z.B. einige Frauen, die in Surinam leben, mit Hilfe von Briefen vorzustellen, die Lesung (Schöpfungsgeschichte in 1. Mose 1, 1-2, 3) mit dem Ton einer Klangeschale und dem gemeinsam gesprochenen Satz „Seht, alles, was Gott gemacht hat, ist wunderbar“ zu unterbrechen, eine Bild-Mediation zum diesjährigen Motiv sowie das Fürbittengebet im Stehen zu beten und zwischen den einzelnen Bitten zusammen das Lied „Du, unser Gott, erhöre uns“ zu singen.

Es war ein musikalischer Gottesdienst, bei dem Bekanntes auf Unbekanntes traf. Wiederum ganz traditionell wurde im Anschluss an den, diesmal kurzen und knackigen, auf den Punkt gebrachten, Gottesdienst im Gemeindesaal mehr oder weniger Landestypisches gegessen und getrunken. Die Einwohner Surinams mögen es scheinbar gerne pikant, für unseren europäischen Gaumen sogar scharf.

 

Die Besucherinnen und Besucher des Abends und das Vorbereitungsteam sind sich einig, dass wir auf einen schönen, stimmigen, runden Abend zurückblicken können, bei dem viele anregende Gedanken und Gespräche entstanden sind. Vielen Dank an die Ehrenamtlichen, die den Gottesdienst und den Abend vorbereitet haben, und an „unseren Hahn im Korb“ Pastor Thomas Lemke, der uns unterstützt hat und viele nützliche, zum Teil auch kritische (Nach-)Fragen gestellt hat.

An dieser Stelle sei bereits auf den Weltgebetstag am 1. März 2019 hingewiesen, der von Frauen aus Slowenien vorbereitet wird.