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Gedanken und Texte
Auf dem Weg

„Damit, daß Jesus spricht: Der Erste soll der Letzte sein, nimmt er dir alle Vermessenheit und verbietet Dir, das du dich über keine Hure erhebst, wenn du gleich Abraham, David, Petrus oder Paulus wärest. Damit aber, daß er spricht: Der Letzte soll der Erste sein, wehret er Dir alle Verzweiflung und verbietet Dir, das du dich unter keinen Heiligen werfest, wenn du auch Pilatus, Herodes, Sodom und Gomorra wärest.“
Martin Luther, wie man ihn kennt – kraftvoll und drastisch in Wortwahl und Ausdruck, klar und prägnant in Aussage und Inhalt. Am 31. Oktober feiern evangelische Christen den Reformationstag – und erinnern daran, dass die kraftvolle Klarheit Luthers die Welt verändert hat.
Aber Luther ist weit mehr als nur ein Weltverbesser – er ist vor allem ein Menschenkenner. Und deshalb sagen seine Texte Wahrheit, die auch heute noch gilt. Wie sein kurzer Absatz über Vermessenheit und Verzweiflung. Auch heute noch schwanken Menschen oft genug zwischen beidem hin und her.
Entweder sie überschätzen sich und blicken auf andere herab – die Coolen auf die Warmduscher, der Abteilungsleiter auf die Sachbearbeiterin, die Schüler mit Markenklamotten auf die, die sich das nicht leisten können, die Deutschen auf die Ausländer, die, die Arbeit haben, auf Hartz-IV-Empfänger usw.
Oder sie verlieren sich in Selbstzweifeln und Pessimismus, meinen, dass alles nur mit dem Schlimmsten enden wird, dass alle anderen es besser haben oder besser sind und überall nur unüberwindliche Hindernisse den Weg verbauen.
Martin Luther bricht dieses Entweder-Oder auf. Er weiß, dass Gott jeden Menschen liebt, so wie er ist, und obwohl jeder so ist, wie er ist. Deshalb: Wenn ich Gott vertraue, dann muss ich mich nicht über andere stellen, nur um an Stellenwert zu gewinnen. Und ich muss mich nicht anderen unterwerfen, nur weil ich kein Superstar bin. Ich kann meine Stärken erkennen und zu meinen Schwächen stehen und in allem dankbar sein, dass Gott mich wunderbar geschaffen hat – wie alle anderen Menschen auch.
Das ist ein Vertrauen, das Menschen erlöst – Reformation im eigenen Leben, damit das Leben gelingen kann.
Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen Pastorin Rebecca Lenz
Psalm 118 gesprochen am Ostersonntag
Dies ist der Tag, den der Herr macht
Danket dem Herrn; denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich.
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Der Herr ist meine Macht und mein Psalm
und ist mein Heil. |
Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten
der Gerechten:
Die Rechte des Herrn behält den Sieg;
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die Rechte des Herrn ist erhöhet;
die Rechte des Herrn behält den Sieg. |
Ich werde nicht sterben, sondern leben
und des Herrn Werk verkündigen.
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Der Herr züchtiget mich schwer,
aber er gibt mich dem Tode nicht preis. |
Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit,
dass ich durch sie einziehe und dem Herrn danke.
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Das ist das Tor des Herrn;
die Gerechten werden dort einziehen. |
Ich danke dir, daß du mich erhört hast
und hast mir geholfen.
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Der Stein, den die Bauleute verworfen haben,
ist zum Eckstein worden |
Das ist vom Herrn geschehen
und ist ein Wunder vor unsern Augen.
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Dies ist der Tag, den der Herr macht;
laßt uns freuen und fröhlich an ihm sein! |
O Herr, hilf,
o Herr, lass wohlgelingen!
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Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn!
Wir segnen euch, die ihr vom Hause des Herrn seid. |
Der Herr ist Gott, der uns erleuchtet.
Schmücket das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars;
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Du bist mein Gott, und ich danke dir;
mein Gott, ich will dich preisen. |
Danket dem Herrn; denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich.
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